WORTE

Worte reichen nicht aus. Worte bleiben stecken. Stalag X B hatte ‚einen Atem‘, der an windstillen, kalten Tagen sichtbar wurde. Der Dampf atmender Menschen.

Janna Dirksen-Geurts, die Mutter von Geurt, bekam Ende der 50’er Jahre einen Brief, in dem sie gebeten wurde, einen Fragebogen auszufüllen. Sie sollte Merkmale ihres verstorbenen Sohnes beschreiben. Sie sollte seine Überbleibsel mit Worten versehen, damit man in den Resten der Massengräber seine identifizieren könnte. Sie schrieb nicht zurück. Geurt wurde nie identifiziert. 

Ben en Ruurd verbildlichten ‚den Atem‘, Ruurd füllte den Atem mit Worten.